Tinnitus

Was ist Tinnitus?

Tinnitus ist ein Symptom für eine Störung der Hörfunktion. Von einem Tinnitus Betroffene hören ständig lästige und unangenehme Geräusche im Ohr, für die es keine äussere Lärmquelle gibt. Nach dem Konzertbesuch, einem Openair oder dem Ausgang hast du vielleicht auch schon einen vorübergehenden Tinnitus erlebt: Du liegst im Bett und die Ohren pfeifen. Normalerweise vergeht dieses Geräusch nach einiger Zeit von allein wieder. So ist es meist verschwunden, wenn du am Morgen erwachst. Falls dies einmal nicht der Fall ist und es länger in den Ohren summt als gewohnt, solltest du unbedingt einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen, um dein Gehör zu prüfen. Denn bei andauernder Überlastung droht chronisches Ohrenpfeifen (Tinnitus) oder sogar bleibende Schwerhörigkeit.

Was sind die Ursachen für einen Tinnitus?

Die Hauptursache bei Jugendlichen ist Lärm. Die grössten Schäden tragen regelmässige BesucherInnen von Konzerten oder Discos davon, welche ihr Gehör nicht schützen. 5 Minuten Disco können gleich belastend sein wie 8 Stunden hörgefährdender Arbeitslärm! Weitere Ursachen können übermässiger Alkohol- oder Medikamentenkonsum sein, aber auch Stress, Infektionen, Vererbung, Abnutzungserscheinungen im Alter oder schlimme Kopfkrankheiten (Tumor).


Was kann ich tun, um einen Tinnitus zu verhindern?


Schütze deine Ohren mit Earplugs oder einem anderen Hörschutz. Weitere Massnahmen findest du hier.

Just a Test Link

Was heisst die Abkürzung dB?

dB bedeutet Dezibel. Das Dezibel ist der zehnte Teil eines Bels, das nach Alexander Graham Bell benannt wurde. Es wird in der Akustik (z.B.: Schalldruckpegel), der Hochfrequenztechnik als Teil der Nachrichtentechnik (z.B.: SNR), der Tontechnik und der Automatisierungstechnik verwendet. Mit ihm lassen sich Signalpegel, Verstärkungen, Dämpfungen und mehr beschreiben und vergleichen.


Wenn die Hörschäden so stark zunehmen: Muss da nicht auch der Staat reagieren?

Mittels gesetzlichen Bestimmungen ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bemüht, die Entwicklung zunehmender Hörschäden zu stoppen. Doch dies allein genügt leider nicht. Deshalb ist es wichtig, dass du dein Gehör zusätzlich schützt! Was das Gesetz vorschreibt, findest du hier.

Gibt es stichhaltige Beweise dafür, dass die Hörschäden tatsächlich so stark zunehmen?


Ja, das gibt es. Vor allem die Suva hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) schon zahlreiche Studien durchgeführt. Die zusammengefassten Erkenntnisse, Entwicklungen aus anderen Ländern sowie eine beunruhigende Prognose für die Zukunft findest du hier.

Was soll ich tun, wenn ich das Gefühl habe, ich höre nicht mehr gut?


Wenn du ein ständiges Geräusch in den Ohren hast oder das Gefühl hast, du hörst nicht mehr gut, dann konsultiere am besten einen Hals-Nasen-Ohrenarzt. Er wird dir weiterhelfen – und es muss nicht immer gleich etwas Schlimmes sein! Auch ein verschmutzter Gehörgang oder eine Erkältung können einen Hörverlust hervorrufen. Dieser kann medikamentös behandelt werden.

Was ist Lärm?


Gesetzlich betrachtet, ist Lärm die Überschreitung einer bestimmten Schallgrenze. Physikalisch betrachtet, besteht Lärm aus Schallwellen, die von den Ohren wahrgenommen werden. Ab 140 dB kann bereits ein einziges Schallereignis einen bleibenden Gehörschaden verursachen. Wann es wo wie laut sein kann, zeigt Dir der Lärmometer. Wichtig ist der Grundsatz: Je lauter, desto kürzer!

Was versteht man genau unter „Gehör“?


Das Gehör ist ein besonders komplexes System. Es ist der erste der fünf Sinne, der sich beim Fötus entwickelt und so den ersten Kontakt zur Welt bietet. Leider weiss man ein gutes Gehör erst dann richtig zu schätzen, wenn man es verloren hat. Deshalb müssen wir es schützen!

Das zentrale Element unseres Gehörs ist das Ohr. Es nimmt Schallwellen auf, formt diese in elektronische Impulse um und leitet sie entlang des Hörnervs zum Gehirn. Dort werden Töne, Geräusche und Sprache aufgenommen, verarbeitet und interpretiert. Zum besseren Verständnis dieser komplexen Vorgänge, findest du hier detailliertere Infos zum Aufbau des Ohres.