Ursachen

Grundsätzlich gilt, dass alles, was zu einem Hörverlust führen auch einen Tinnitus verursachen kann. Mögliche Gründe sind:

Lärm

Die grössten Schäden tragen regelmässige BesucherInnen von Konzerten oder Discos davon, welche ihr Gehör nicht schützen. 5 Minuten Disco können gleich belastend sein wie 8 Stunden hörgefährdender Arbeitslärm! Daneben ist der Lärmpegel in unserem Alltag oft ebenfalls sehr hoch. Selbst wenn wir es nicht immer aktiv wahrnehmen, setzen wir uns täglich Verkehrslärm, lauter Musik in Modeläden, Bars, Restaurants etc. aus. Dadurch kommen wir der natürlichen Belastungsgrenze bereits näher. Besonders gefährdet sind Menschen, die einer langjährigen Tätigkeit in einem lauten Umfeld ohne besonderen Hörschutz nachgehen (z.B. Arbeiten mit Kettensägen, Pressluftbohrer) oder ein Hobby betreiben wie Schiessen oder Jagen.

Suchtmittel

Einige Medikamente (Ototoxica genannt) können das Gehör schädigen. Diese werden im Allgemeinen nur verschrieben, wenn es unbedingt erforderlich ist. Dennoch ist es empfehlenswert, den Beipackzettel sorgfältig durchzulesen und bei derartigen Hinweisen den Hausarzt um Rat zu bitten. Zu vermeiden sind beispielsweise auch grosse Mengen Aspirin oder Alkohol und das Rauchen, da diese Dinge das Gehör ebenfalls negativ beeinflussen können.

Vererbung

Ist Schwerhörigkeit in der Familie ein Thema, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Vererbung. Etwa ein Drittel der Hörprobleme sind genetisch bedingt und zeichnen sich schon im Kleinkindalter ab.

Infektionen

Verschiedene Infektionskrankheiten, die von Viren oder Bakterien verursacht werden (z.B. Scharlach, Meningitis (= Hirnhautentzündung), Masern) können Hörprobleme verursachen. Vor allem bei Kindern können sogar Ohrenentzündungen - keine seltene Krankheit - bleibende Hörverluste hervorrufen, wenn diese nicht medizinisch behandelt werden.

Alter

Im Laufe der Zeit nutzen sich die Haarzellen im Innenohr allmählich ab, was sich auf die Hörfähigkeit überträgt. Durch permanenten Lärm wird dieser Prozess beschleunigt und das Gehör allgemein anfälliger für Tinnitus oder Hörverlust. In der Schweiz leiden ca. 10 Prozent der Bevölkerung an mehr oder weniger schweren Hörproblemen. Den Hauptanteil der Betroffenen machen die über 65-jährigen aus.

Andere

  • Kopferkrankungen (z.B. bestimmte Tumorarten) und schwere Kopfverletzungen
  • Verknöcherung der Gehörknochen (Otosklerose)
  • Blutdruck- und Kreislaufschwächen
  • Funktionsstörung des Kiefergelenkes, das den Kiefer mit dem Knochen unterhalb des Ohres verbindet
  • Stress
  • Übermäßiger Ohrenschmalz, der den Gehörgang verstopft

 

Durch Vermeidung der oben genannten Faktoren, bzw. deren Beachtung, verringert sich die Tinnitusgefahr um ein Wesentliches. Wichtig: Laute Musik ist cool – Hören auch! Benutze Earplugs, wenn du an Konzerte gehst und vermeide, gleich neben den Boxen zu stehen – deinen Ohren zuliebe!