Zahlen/Fakten
Hast du gewusst, dass in der Schweiz gut 600'000 Menschen mit Hörproblemen leben? Darunter:
- 350'000 mit leichtem Hörverlust
- 135'000 mit mittelgradiger Schwerhörigkeit
- 82'000 mit hochgradiger Schwerhörigkeit
- 31'000 mit Ertaubung oder an Ertaubung grenzender Schwerhörigkeit
- 8'000 gehörlos Geborene
Dazu kommen 280'000 Menschen mit Tinnitus-Ohrgeräuschen. 70'000 von ihnen leiden stark darunter. (Quelle der Zahlen: SUVA/pro audito)
Die Suva hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG bereits mehrere Studien zum Thema Hörverlust durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus sind:
- Bei 17-jährigen Lehrlingen erreicht die gesamte Musikbelastung bei 58% der Knaben und bei 41% der Mädchen kritische Werte. Dafür verantwortlich sind hauptsächlich öffentliche Musikveranstaltungen - und dies trotz der 1996 eingeführten Grenzwerte.
- Mädchen drehen die Lautstärke zurückhaltender auf: Während die Knaben die Musik im Kopfhörer an einer leistungsfähigen Hifi-Anlage auf durchschnittlich 91 dB(A) stellten, wählten die Mädchen durchschnittlich nur 81 dB(A).
- Eine Begrenzung des Dauerschallpegels von Konzerten, Technoparties und Festivals auf 100 dB(A) wird vom Publikum mehrheitlich akzeptiert.
- Eine Mehrheit der Jugendlichen beurteilt die Lautstärke an Musikveranstaltungen als zu hoch: in Diskotheken 52%, an Rockkonzerten 57 % und bei Technoveranstaltungen gar 72%! Nur 3% der Befragten finden die Musik "zu leise".
- Mädchen und junge Frauen stehen hohen Lautstärken kritischer gegenüber als ihre männlichen Kollegen: 66% beurteilen die Lautstärke von Musikveranstaltungen und in Musiklokalen generell als zu hoch, bei Männern sind es immerhin 57%.
- Die Gehörgefährdung durch portable Geräte mit Kopf- oder Ohrhörern ist geringer als befürchtet: Nur 5% der Walkman-Benützer setzen ihre Ohren einer Gehör gefährdenden Dauerbelastung aus.
China
In China, dem bevölkerungsreichsten Land der Welt, leiden 130 Millionen, d.h. jeder Zehnte, an irgendeiner Form von Tinnitus. Die Studie wurde am 4. März 2005 von der offiziellen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua aus Anlass des nationalen Gesundheitstags veröffentlicht.
Unter den 130 Millionen, die an Tinnitus leiden, gehören 100 Millionen zu der jüngsten und mittleren Altersgruppe der Bevölkerung.
USA
Mehr als 31,5 Millionen Amerikaner haben Schwierigkeiten, ohne Hörgeräte zu hören. Das ist laut einer Studie des “Better Hearing Institute (BHI)“, die im Juli 2005 veröffentlicht wurde, ein Anstieg von 9,9 Prozent seit 2000..
Die BHI "MarkeTrak VII" Studie ergab, dass:
- Jeder sechste „Baby Boomer“ (Alter 41-59), oder 14,6 Prozent, ein Hörproblem hat und die meisten Personen mit Hörverlust noch arbeiten, sprich jünger als 65 sind.
- Jeder 14. der so genannten “Generation X“ (Alter 29-40), oder 7,4 Prozent, hat bereits einen Hörverlust.
- Mindestens 1,4 Millionen Kinder (18-jährig oder jünger) haben Hörprobleme.
GB/DE
Auch Studien aus Großbritannien bestätigen das Bild eines Leidens durch Tinnitus, von dem viele Menschen betroffen sind. In Deutschland spricht man sogar von der zukünftigen Volkskrankheit Nummer 1! 2003 gab es eine Woche mit 5 Hörstürzen in der gleichen Disco!
Zukunft
Immer mehr Menschen haben Hörprobleme. Die weltweite Zahl der Hörgeschädigten kennt niemand genau. Schätzungen von Professor Adrian Davis vom "British MRC Institute of Hearing Research" zufolge wird die Gesamtzahl der Menschen mit Hörverlust von mindestens 25 dB im Jahre 2015 weltweit bei über 700 Millionen liegen. Allein in den Industrieländern wird die Zahl der Hörgeschädigten im Jahre 2015 bei rund 215 Millionen liegen, davon ungefähr 90 Millionen in Europa. In den Entwicklungsländern ist die Anzahl im Vergleich mehr als doppelt so hoch.
Laut Adrian Davis gab es 1995 weltweit rund 440 Millionen Hörgeschädigte, davon in Europa mit einer Bevölkerungsrate von 700 Millionen über 70 Millionen Menschen. US-amerikanische Studien schätzen, dass die Anzahl der Hörgeschädigten in Nordamerika mit einer Bevölkerungsrate von 300 Millionen bei über 25 Millionen liegt. Adrian Davis schätzt, dass bis im Jahre 2025 mehr als 900 Millionen Menschen weltweit an Hörverlust von mehr als 25 dB leiden werden.

